Glossar / Lexikon


A

Abachi
Abachi ist ein tropisches Holz aus Westafrika. Abachi ist durch seine Leichtigkeit und die druckfeste Oberfläche optimal geeignet für Tragflächen.

Akku
Akku ist die Abkürzung von Akkumulator. Energie wird in chemischer Form gespeichert und bei Bedarf an einen Verbraucher, z.B. einen Elektromotor, als elektrische Energie wieder abgegeben. Die gängigsten Akku-Arten sind LiPo-, NimH- und NiCd-Akkus.

Akkuweiche
Bei der Akkuweiche handelt sich um ein Elektronikmodul, dass den quasi-parallelen Anschluss zweier Akkus für die Empfängerversorgung erlaubt. Diese Redundanz soll den fehlerfreien Betrieb der kompletten Empfangsanlage auch bei Ausfall eines Akkus sicherstellen. 

Allradantrieb
Bei Modellen mit Allradantrieben, meist mit 4WD (four wheel drive) gekennzeichnet, werden alle 4 Räder vom Motor angetrieben.

Anstellwinkel
Mit Anstellwinkel wird der Winkel zwischen Profilsehne und Anströmrichtung bezeichnet. Über den Anstellwinkel wird der Auftrieb beeinflusst.

Anti Blitz Stecker/Buchse
Ein Anti-Blitz-Stecker bzw. eine Anti-Blitz-Buchse vermeidet lästige und steckerzerstörende Funkenschläge beim Anstecken eines Akkus an einen Regler. Der Funkenschlag wird verhindert durch spezielle SMD Widerstände.

ARF
Almost Ready to Fly – Fast fertig zum Fliegen – Bezieht sich meist auf den Vorfertigungsgrad des Modelles ohne RC Komponenten. Meist sind der Rumpf und die Flächen gebaut in der Schachtel.

ARR
ARR steht für "almost ready to run" und bedeutet, dass nach dem Auspacken eines RC-Cars außer einer Endmontage nicht mehr viel zu erledigen ist. Die einzelnen Baugruppen sind bereits montiert und ggf. lackiert. Einzubauen sind noch die nicht enthaltenenen Regler, Empfänger und der Antrieb. ARR Modelle werden ohne Antrieb, Sender, Empfänger, Akku und Ladegerät geliefert. Also ist ein ARR Modell im Prinzip nur das "nackte" Modell.

Aufwind
Aufwind ist die aufsteigende Luft in unserer Atmosphäre. Durch den Auftrieb gleitet ein Segelmodellflugzeug durch den Auftrieb seiner Flügel immer nach vorne und unten. Durchfliegt das Flugzeug jedoch Aufwind, wird ein Teil des Sinkens, je nach Stärke des Aufwindes, kompensiert - oder das Flugzeug beginnt zu steigen. Schafft man es, das Segelflugzeug in diesem Aufwindfeld zu halten, gewinnt man an Höhe. Selbstverständlich sind auch Motorflugzeuge den Aufwinden ausgesetzt. Dort nennt man sie aber i.d.R. Turbulenz, da sie zu unruhigem Flug führen.

Außenläufer
An der sich drehenden Motorglocke eines Außenläufers (engl.: Outrunner) sind die Permanentmagnete befestigt. Die Motorglocke (Rotor) ist an der Achse befestigt und dreht sich außen um die Wicklungen auf dem geslottenen Eisenkern (Stator) im Inneren. Dieser sitzt auf einem Statorträger, an dem der Motor beim Einbau befestigt wird. Da sich somit ein großer Teil der äußeren Oberfläche des Motors dreht, benötigt dieser Motor einen seitlichen Spalt beim Einbau oder wird komplett außen montiert.


B

Balancer
Der Balancer ist ein Ausgleichsregler für mehrzellige LiPo Akkus. Da LiPos sehr empfindlich gegenüber zu hoher Entladung und Überladung sind überprüft der Balancer permanent die Spannung der einzelnen Zellen um eine gleichmäßige Aufladung der einzelnen Zellen zu gewährleisten. Balancer sind in modernen Ladegeräten schon eingebaut.

Bausatz
Steht die Bezeichnung Bausatz oder KIT hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein Modell handelt, welches nur aus unmontierten Einzelteilen besteht und komplett selber gebaut werden muss. In der Regel sind keine elektronischen Komponenten (Motor, Regler, Servos, Fernsteuerung,...) im Lieferumfang enthalten.

BEC
BEC steht für "Battery Eliminator Circuit". Ein BEC ist eine elektronische Spannungsregelung und ersetzt eine zweite Batterie. Ziel ist es, die Stromversorgung des Antriebes und der Steuerung mit einer einzigen Stromquelle sicherzustellen. Moderne Fahrtregler (engl. Electronic Speed Control, abgekürzt ESC) haben oft eine BEC integriert. Der BEC wandelt die Eingangsspannung (fast gleich der Spannung der/des Motorenausgänge/Motorenausganges (oft 7-24 V)) auf 5 V. Diese Spannung ist zum Betrieb der Elektronik (z.B. Empfänger und Servos) notwendig. Die Ausgangsspannung kann fest oder einstellbar sein.

Binden
2,4 GHz Steuerungen kommunizieren immer nur mit einem bestimmten Empfänger.
Dadurch kann es zu keinen „Mehrbelegungen“ kommen. Um dies zu gewährleisten, muss der Empfänger zuerst an die Steuerung „gebunden“ werden.

BL-Motor
siehe Brushless-Motor

BNF
BNF steht für "bind and fly". Steht die Bezeichnung BNF hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett fahrfertiges Modell inklusive eines Spektrum-Empfängers handelt. Elektronik, Motor, Regler Servos und der Empfänger sind bereits eingebaut. Zum Betrieb des Modells wird lediglich eine geeignete DSM2 oder DSMX Fernsteuerung benötigt. Diese Bezeichnung wird nur von Horizon Hobby verwendet.

Bremsklappen
siehe Störklappen

Brushless-Motor
BL bzw. Brushless bedeutet bürstenlos. Herkömmliche Bürsten-Elektromotoren arbeiten mit Schleifkontakten. Bei den Brushless-Motoren wird die Arbeit auf den Regler verlagert. Somit ist der BL-Motor ein verschleißfreier, leichterer und leistungstärkerer Elektro-Motor, der auch einen besseren Wirkungsgrad hat. 

Brushless Regler
Brushless Regler können im Modellbau mehrere Aufgaben erfüllen. Einerseits regeln sie die Drehzahl des Motors und somit die Leistung der Luftschraube oder des Impellers, andererseits versorgen sie (soweit BEC Vorhanden) den Empfänger und die Servos mit Strom.
Der Modellbau Brushless Regler wandelt den Gleichstrom des Lipo Akkus (in der Fliegerei werden meist Lipo Akkus verwendet) in Drehstrom um.
Daher hat der Brushless Regler ein Plus und ein Minuskabel  vom Akku und drei gleichwertige Kabel zum Brushless Motor. Beim Anschluss des Modellbau Akkus ist die Polung zu beachten.
Beim Anschluss des Brushless Motors können die drei Kabel beliebig angeschlossen werden. Durch vertauschen von zwei Kabeln wird lediglich die Drehrichtung des Motors geändert.

Bügelfolie
Bügelfolie oder Bespannfolie ist eine aus Kunststoff (meist aus Polyester) gefertigte Folie, die mit einem Bügeleisen auf einem geeigneten Untergrund aufgebracht wird. Bügelfolie wird von verschieden Herstellern in diversen Farben und Mustern angeboten. Sie wird meist zur Bespannung von Flugmodellen benutzt. Der meistverbreitete Hersteller von Bügelfolie ist Oracover. 

Bürstenmotor
Der Gleichstrom- oder auch Bürstenmotor wird vor allem im low-price-Segment verwendet. In der einfachsten Form sind diese Motoren "Einwegmotoren" mit gepresstem Gehäuse. Qualitativ bessere Ausführungen verfügen über Kugellager und auswechselbare Kohlen.


C

CFK
CFK steht für Carbonfaser verstärkter Kunststoff. Ein Werkstoff mit hoher Zug-, Biege- und Druckfestigkeit und sehr hoher Steifigkeit, v.a. bezogen auf sein Gewicht.

Coming Home
Coming-Home (engl. "heim kommen") bezeichnet eine Funktion mit der ein Modell auf Knopfdruck automatisch zurück zum Sender fliegt

Crawler
Crawler sind RC-Offorad-Fahrzeuge die speziell für besonders unwegsames Gelände entwickelt werden.

Crimpzange
Das Crimpen ist ein Fügeverfahren, bei dem 2 Komponenten durch plastische Verformung miteinander verbunden werden. Eine Crimpverbindung ist nur bedingt lösbar und kann nur mit geeignetem Werkzeug erneuert werden.


D

Depron
Depron ist ein Hartschaum der in den 3mm und 6mm Breite vertrieben wird. Er wird vor allem in der Shockflyer-Szene und beim Leitwerksbau eingesetzt.

Dogfight
Dogfight bezeichnet einen wettkampfartigen Luftkampf. Als Angreifer versucht man stets hinter seinen Gegner zu kommen. Der Gegner versucht mit Kunstflugfiguren oder engen Kurvenradien den Angreifer abzuschütteln.

DR
siehe Dual Rate

Drohne
siehe Multicopter

Dual Rate
Dual Rate oder DR ist eine Funktion der Servokontrolle von Computersendern. Über einen Umschalter lassen sich dem Knüppelausschlag von 100% zwei unterschiedliche Maximalausschläge des zugehörigen Servos zuordnen.


E

Einstellwinkel
Der Einstellwinkel bei FLugmodellen ist ist der Winkel zwischen der Längsachse des Tragflügelprofils und der Längsachse des Flugzeugrumpfs. Der Einstellwinkel ist in der Regel nicht veränderbar. Der Begriff Einstellwinkel wird auch für den Winkel zwischen Höhenleitwerk und Rumpflängsachse verwendet.

Einstellwinkeldifferenz
Die Einstellwinkeldifferenz, kurz EWD, setzt sich zusammen aus dem Einstellwinkel für die Tragflächen und dem Einstellwinkel für das Höhenleitwerk. Diese bewegt sich bei Modellfliegern in der Regel bei 1 bis 3 Grad. Der Winkel wird bemessen zwischen der Profilsehne der Tragfläche zur gedachten Rumpflängsachse und des Höhenleitwerks zu derselben.

Einziehfahrwerk
Bei einem Einziehfahrwerk wird das Fahrwerk in in die Tragflächen oder in den Flugzeugrumpf eingefahren. Durch das einziehen des Fahrwerks wird der aerodynamische Widerstand des Flugmodelles um bis zu 25% verringert.

Elapor
Elapor ist ein aus kleinen Kugeln expandierter Hartschaum, der zäher als Styropor ist. Elapor® ist resistent gegen die meisten Kleber und Lacke. Es lässt sich gut mit Sekundenkleber, Heißkleber oder PU-Leim kleben. Elapor® ist ein geschützter Markenname der Firma Multiplex.

Elektromotor
Als Elektromotor bezeichnet man einen elektromechanischen Wandler, der elektrische Energie in mechanische Energie umwandelt. In Elektromotoren wird die Kraft, die von einem Magnetfeld auf die stromdurchflossenen Leiter einer Spule ausgeübt wird, in Bewegung umgesetzt. Im Modellbau unterscheidet man in Außenläufer und Innenläufer. 

Empfänger
Der Empfänger ist das ausführende Element des Senders und befindet sich innerhalb des Modells. Der Empfänger ist dafür zuständig Steuerbefehle vom Sender zu empfangen und an die Servos und andere verbaute Komponenten weiter zu geben. 

EPO
EPO ist die Abkürzung für expandiertes PolyOlefin. Da der Begriff Elapor® ein geschützter Begriff der Firma Multiplex ist, hat sich bei Modellen aus ähnlichen Materialien der Begriff EPO eingebürgert. Geklebt werden kann EPO z.B. mit Sekundenkleber, Epoxydharz oder PU.

Epoxy
Epoxydharz ist ein duroplastischer Kunststoff. Er wird aus zwei Komponenten, Harz und Härter, angemischt. Diese zwei Komponenten reagieren miteinander und der Werkstoff härtet aus. Epoxidharz ist nicht wieder zu verflüssigen oder aufzulösen. 

EPP
EPP ist die Abkürzung für expandiertes Polypropylen. EPP ist ein beliebtes Material zur Herstellung von Einsteigermodellen, da es sehr robust und mit Sekundenkleber reparierbar ist. EPP wird gerne auch im Wasserflug eingesetzt.

EPS
EPS ist die Abkürzung für expandiertes Polystyrol (Styropor). Im Modellbau vor allem eingesetzt in Flügeln in Sandwichbauweise. Auch unbeplankt für einfache, leichte, oft semiscale Flugmodelle.

ESC
siehe Regler

EWD
siehe Einstellwinkeldifferenz

Expo
Expo (Kurzform für Exponential) beeinflußt die Kopplung von Servoweg und Knüppelausschlag und damit die Steuercharakteristik eines Modells, und ist ein Funktionsmerkmal von Computersendern.


F

Fahrtregler
siehe Regler

Fail Safe
Ein Fail-Safe Modul stellt eine Baugruppe dar, die bei unzuverlässigen Signalen des Empfängers, ausgelöst durch schwachen Funkempfang oder unzureichende Batterieleistung, eine bestimmte Aktion im Modell ausführt, zum Beispiel die Bremsanlage betätigt. Die Aktion im Fail-Safe-Fall kann meist eingestellt werden. Dies soll verhindern, dass das Modell sich unkontrolliert weiter bewegt.

Fender
Ein Fender ist ein Schutzkörper, der Beschädigungen am Rumpf oder der Außenhaut eines Modellbootes bei Zusammenstößen mit anderen Schiffen, Stegen oder anderen Gegenständen verhindern soll. Der Fender wird so am Schiff positioniert, dass er als Stoßdämpfer fungiert.

Fernsteuerung
Die Fernsteuerung bzw. der Sender ist ein Gerät, mit dem der Pilot sein Modell steuert. Es gibt Handsender, Pistolensender (primär für RC-Cars und RC-Boote) und Pultsender (werden mit einem Schulter- oder Nackengurt umgehängt). 

Flybarless
Flybarless bedeutet Flugstangenlos oder Paddelstangenlos. Flybarless kommt aus dem RC-Helikopter Bereich und bedeutet, dass der Rotorkopf ohne eine zusätzliche Paddelstange und der damit verbundenen Anlenkungen verbaut ist. Dadurch braucht der Modellhubschrauber weniger Energie, was bedeutet, dass sich dadurch auch die Flugzeit verlängert.

Foamies
Foamies sind komplett oder teilweise aus Kunststoff-Hartschaum gefertigte Flugmodelle. Sie werden mal liebevoll, mal verächtlich als Schaumwaffel bezeichnet. 

FPV
FPV ist die Abkürzung für "First Person View". Bei FPV ist das Modell ist mit einer Kamera ausgestattet, die die Bilder über eine drahtlose Verbindung an eine Videobrille oder einen Monitor sendet. Somit kann der Pilot das Modell aus Sicht der Kamera steuern und Entfernungen anpeilen, die mit dem "bloßen Auge" nicht kontrollierbar erreichbar wären. Mit einem Headtracker Modul kann das Pilotengefühl noch realistischer werden, da mit einem solchen Modul die Kamerabewegung mit den Kopfbewegungen des Piloten synchronisiert werden. 

FWD
FWD bedeutet "Front Wheel Drive" und bezeichnet den Frontantrieb eines RC-Fahrzeugs.


G

GFK / GRP
GFK steht für glasfaserverstärkter Kunststoff (engl. GRP = glass-fibre reinforced plastic). Auf Grund des geringen Gewichts bei hoher Stabilität wird GFK häufig im Modellbau eingesetzt.

Gigaflap
Gigaflap oder Trileron bezeichnet ein dreieckiges oder trapezförmiges Ruder im Anschluss an das Hauptruder. Damit soll der abrupte Sprung eines ausgelenkten Ruders auf das benachbarte Profil vermieden oder gemildert werden. Gigaflaps werden an Wölbklappen und Höhenruder eingesetzt.

Gimbal
Ein Gimbal ist ein Mechanismus in einer Kamerahalterung, der dafür sorgt, dass die Kamera unter dem Modell immer gerade bleibt und kaum wackelt. 

GPS-Modul
Die Abkürzung GPS steht für Global Positioning System. Ein solches System dient ganz allgemein der satellitengestützten Positionsbestimmung. Mit einem GPS-Modul kann ein modell überall geortet werden.

Gummiseil-Hochstart
Der Gummiseil-Hochstart ist eine Methode um ein Segelflugmodell mittels eines Seils auf Höhe zu "schiessen". Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Segler mit 2-3m Spannweite.

Gyro
Der Gyro, auch Kreisel genannt, gleicht das Drehmoment aus und stabilisiert somit das Flugmodell. 


H

Handsender
siehe Fernsteuerung

Hangflug
Hangflug bezeichnet das antriebslose Fliegen bei Wind an der Luvseite (windzugewandte Seite) einens abschüssigen Geländes. Das Flugmodell kann direkt aus der Hand in die aufsteigende Luftmasse gestartet und in der Luft gehalten werden.

Hartschaum
Es gibt unterschiedliche Sorten von Hartschaum. Die gängigsten EPP, EPS, EPO, Elapor, Depron und Z-Foam finden Sie auch hier im Lexikon.

Headtracker (HT)
Ein Headtracker ermöglicht das Führen einer Kamera im Modell mittels Neigeservo und Schwenkservo. Am Kopf des Piloten wird ein HT-Modul befestigt, das die Bewegungen des Kopfes registriert und an das Flugmodell weitergibt, so dass sich die Kamera im Modell synchron zur Kopfbewegung bewegt. Das Pilotengefühl wird durch Headtracking noch realistischer. Diese Technik macht natürlich nur mit einer Videobrille Sinn. 

Höhenleitwerk
Höhenleitwerk nennt man den horizontalen Hilfsflügel, der zusammen mit passender Schwerpunktlage und Einstellwinkeldifferenz für Längsstabilität sorgt.

Höhenruder
Das Höhenruder ist eine bewegliche horizontale Fläche am Heckleitwerk und dient zur Drehung um die Querachse eine Flugmodells. Es steuert das Modell nach oben und unten.

Hotliner
Hotliner entstanden als man in den 90er Jahren Elektrosegler immer stärker motorisierte. Das führte zu sehr schnellen, wendigen Modellen mit der Grundauslegung eines Seglers.


I

Impeller
Impeller sind ummantelte Propeller. Bei gleichem Durchmesser kann ein Impeller deutlich mehr Schub erzeugen als ein freilaufender Propeller. Entsprechend werden Impeller bei reduzierten Platzverhältnissen eingesetzt. Die entstehende Geräuschkulisse ist turbinenähnlich. Oft werden Impeller durch brushless Innenläufer angetrieben.

Innenläufer
Bei einem Innenläufer (engl.: Inrunner) liegen die Wicklungen außen (im Motorgehäuse), auf der Achse sind die Permanentmagnete befestigt und drehen sich im Wechselfeld der Wicklungen. Die sogenannten slotless Motoren sind immer Innenläufer. Innenläufer werden in der Regel schmaler gebaut als Außenläufer, drehen schneller und haben weniger Drehmoment. Die Polzahl ist bei Innenläufern immer gering. Innenläufer haben im Normalfall nur zwei Pole. Die schmale Bauform, in Verbindung mit angeflanschten Planetengetrieben, macht den Einsatz in schmal zulaufenden Seglerrümpfen einfach. 

Inrunner
siehe Innenläufer


K

KIT
siehe Bausatz

Klappluftschraube
siehe Luftschraube

Knickschutz
Ein Knickschutz wird dort benötigt, wo z.B. Schläuche oder Kabel durch mechanische Gegebenheiten der Gefahr des Abknickens und damit einer Beschädigung ausgesetzt sind. Das können z.B. Wand- oder Gehäusedurchführungen sein. Ein weiteres Beispiel sind an Stecker oder Buchsen angelötete Kabel, die gerne im Bereich der Verbindungsstellen abknicken, da dort durch den Lötvorgang die Flexibilität des Kabels verlorengegangen ist.

Koaxialrotor
Bei einem Helikopter mit Koaxialrotor sind 2 Hauptrotoren montiert, die sich gegenläufig drehen. Dadurch heben sich die entsprechenden Drehmomente der Hauptrotoren gegenseitig auf, was einen Heckrotor überflüssig macht. Aufgrund der gutmütigen Flugeigenschaften eigenen sich Hubschrauber mit Koaxialrotor besonders für Einsteiger.

Kohlebürste
Eine Kohlebürste ist ein Gleitkontakt in Motoren und stellt den elektrischen Kontakt zum Kollektor oder zu den Schleifringen des rotierenden Teiles des Rotors oder des Läufers her.

Kreiselsystem
siehe Gyro


L

Ladegerät
Ein Modellbau-Ladegerät oder Lipo Ladegerät  ist primär dafür gedacht Hochleistungsakkus aufzuladen und zu überwachen. 

Landeklappen
Landeklappen gehören, wie auch Störklappen zu den sog. Landehilfen. Sie dienen bei einem Modellflugzeug zum Anpassen der Flugeingenschaften zur Landung. Landeklappen erhöhen den Auftrieb und damit auch den Widerrstand. Störklappen verringen den Auftrieb und erhöhen den Widerstand.

Lehrer/Schüler Funktion
Die Lehrer-/Schüler-Funktion (kurz L/S) ist eine Fernsteuerungsfunktion. Dabei werden 2 Fernsteuerungen per Kabel oder über Funk gekoppelt. Hierbei können verschiedene Funktionen vom "Lehrer-Sender" auf den "Schüler-Sender" übergeben werden. Im Normalfall werden die ersten 4 Kanäle zur Steuerung des Modells übergeben, um den Schüler das Modell steuern zu lassen, im Notfall aber eingreifen zu können. Es kann aber auch jeder andere Kanal und jede andere Funktion übergeben werden. Dies kann z.B. auch die Steuerung einer Kamera und der Kamerahalterung sein, damit sich der Pilot auf´s steuern konzentrieren kann, während der Schülersender Fotos und Videos schießen kann.

LiPo-Akku
LiPo steht für Lithium-Polymer. Ein LiPo-Akku ist ein wiederaufladbarer Energiespeicher und eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus. LiPo-Akkus verfügen über eine sehr viel höhere Energiedichte als bespielsweise ein NiMh-Akku. Aus diesem Grund werden Sie immer öfter in Verbindung mit leistungsstarken Brushless-Elektromotoren eingesetzt. Lipo Akkus werden in Zellen zu 3,7 Volt erzeugt. Meist 1-6 Zellen (Zelle auch bezeichnet in S). Ab zwei Zellen sollten die Akkus bilanziert (ausgeglichen werden). Moderne Ladegeräte haben den Balancer eingebaut. 

  • 1 Zelle 3,7V
  • 2 Zellen 7,4V
  • 3 Zellen 11,1V
  • 4 Zellen 14,8V
  • 5 Zellen 18,5V
  • 6 Zellen 22,2V

LiPo steht für Lithium-Polymer. Ein LiPo-Akku ist ein wiederaufladbarer Energiespeicher und eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus. LiPo-Akkus verfügen über eine sehr viel höhere Energiedichte als bespielsweise ein NiMh-Akku. Aus diesem Grund werden Sie immer öfter in Verbindung mit leistungsstarken Brushless-Elektromotoren eingesetzt. Lipo Akkus werden in Zellen zu 3,7 Volt erzeugt. Meist 1-6 Zellen (Zelle auch bezeichnet in S). Ab zwei Zellen sollten die Akkus bilanziert (ausgeglichen werden). Moderne Ladegeräte haben den Balancer eingebaut.

Luftschraube
Eine Luftschraube (auch Propeller oder Prop genannt) sitzt auf der Welle des Motors eines Modellflugzeugs und wandelt die Wellenleistung in Schub um. Luftschrauben können starr oder verstellbar sein. Sie verfügen in der Regel über zwei oder mehr Blätter, welche mit einem Profil versehen sind. Luftschrauben können vor dem Triebwerk (ziehende Luftschraube, Zugpropeller) oder dahinter (drückende Luftschraube, Druckpropeller) angeordnet sein. Als Werkstoffe werden Holz, Kunststoffe oder Metalle verwendet. 


M

mAh
mAh ist die Abkürzung von Milliamperstunden. Durch die Angabe des mAh-Wertes kann man die Leistung eines Akkus erkennen.

Maßstab
Im Modellbau bezeichnet der Maßstab die Größe, die das Modell im Verhälnis zum Original hat.

Mode 1/2/3/4
Der Mode ist die Bezeichnung dafür, wie die Knüppel einer Fernsteuerung belegt sind.


Mode 1-4 Flieger:

Mode 1 

Mode 2

Mode 3

Mode 4

 

Mode 1-4 Hubschrauber:

Mode 1

Mode 2

Mode 3

Mode 4

Modellbau
Modellbau unterteilt sich in verschiedene Bereiche. Der architektonische Modellbau kommt aus dem Bauwesen und hilft seit Jahrhunderten den Planern sich Bauobjekte vorstellen zu können.
Seit es Gebäude gibt, haben Modellbauer vor Baubeginn Modelle dieser Gebäude gemacht.

Der Industrielle Modellbau befasst sich mit der Herstellung von Werkstücken, die dann als Negativformen für Gusstücke dienen.  Je nach Verwendung der Modelle, werden verschiedenste Materialien für die Modelle benutzt.

Modellbau kommt auch in der Großindustrie vor. Trotz Computeranimationen werden neue Autos immer noch 1zu1 aus Ton von Modellbauern erstellt.  Modelle von Flugzeugen werden noch immer im Windkanal getestet.

Wissenschaftlichen Modellbau nennt man die Erstellung von Modellen für Schulung und Lehraufträge. Die Modelle von vergrößerten Insekten in Schulen gehören ebenso dazu wie die Nachbildungen des Menschlichen Körpers an Medizinischen Universitäten.

Die Entstehung des Hobby Modellbaus kann man nicht zeitlich datieren. Immer schon fanden Menschen Freude daran, Häuser, Burgen, Schiffe oder Postkutschen in kleiner Form nachzubauen. Durch den Einzug der Elektrizität und die Industrialisierung wurden die Modelle immer komplizierter und auch teilweise durch Motoren angetrieben (Modelleisenbahn).  
Der heutige Standmodellbau und Plastikmodellbau fußt auf diesen Wurzeln.

Seit Beginn des letzten Jahrhunderts begannen Modellbauer auch damit sich mit Freiflugmodellen zu beschäftigen.
RC Modellbau (Radio Controlled) gibt es seit ca. 60 Jahren. Damals wurden die ersten Modelle über einfache Fernsteuerungen (meist nur 2 Kanäle) gesteuert.

Modellbauverein
Modellbauvereine bieten ihren Mitgliedern die Gelegenheit gemeinsam ihrem ansprochsvollen Hobby nachzugehen. Meist verfügen die Vereine und Verbände über ein geeignetes Gelände, um die jeweiligen Modelle zu bewegen. Deben der Betreung der Mitglieder werden auch Veranstaltungen, wie z.B. Flugtage, und Wettkämpfe organisiert. 

Modellflugplatz
Ein Modellflugplatz ist ein Start- und Landeplatz speziell für Modellluftfahrzeuge. Dort können Piloten, die dem Modellbauverein des entsprechenden Flugplatzes angehören, oder Gastpiloten mit einer gültigen Versicherung ihre Flugmodelle betreiben. 

Multicopter
Quadrocopter (auch Quadcopter und Quadflyer genannt), Hexacopter und Octocopter bezeichenen eine Sonderform von Hubschraubern, genannt Multicopter. Bei einem Quadcopter befinden sich 4 Rotoren in einer Ebene, die alle senkrecht nach unten wirken. Bei einem Hexacopter sind es 6 und bei einem Octocopter sind es 8 Rotoren. Multicopter können, müssen aber nicht mit einer Kamera ausgestattet sein.
Sie werden auch gerne Drohnen genannt. Was allerdings ungenauer ist, da Drohnen speziell im militärischen Bereich verwendet werden. Dort sind es meist Flächenflugzeuge. Der Begriff Drohne leitet sich von den männlichen Honigbiene, Hummel, Wespe oder Hornisse ab.

Multilock
MULTIlock ist ein Flächenverriegelungssystem von Multiplex. Multilock ermöglicht ein schnelles und problemloses Montieren und bietet einen sicheren Halt während des Betriebes. Es ist geeignet für alle Modellgrößen.


N

NiCd-Akku
NiCd ist die Abkürzung für Nickel-Cadium. 

Nick
Bei Nick handelt es sich um eine Steuerfunktion bei einem Modellhubschrauber. Der Heli führ dabei eine Rotationsbewegung um seine Querachse aus. Dies kann man mit einem Kopf nicken vergleichen. Nick ziehen bedeutet, dass der Heli nach hinten kippt und somit die Nase nach oben zieht. Nick geben bedeutet, dass der Heli noch vorne kippt und somit die Nase noch unten geht.

NiMh-Akku
NiMh ist die Abkürzung für Nickel-Metallhydrid-Akkumulator. Die Leistung eines NiMh-Akkus nimmt mit der Ladung ab, was der große Nachteil gegenüber eines LiPo-Akkus ist. 

Nurflügler
Ein Nurflügler, auch Nurflügelflugzeug oder Nurflügel genannt, ist ein Flugzeug ohne seperates Höhenleitwerk, bei dem es keine Differenzierung zwischen Tragflächen und Rumpf gibt.


O

Octocopter
siehe Multicopter

Oracover
siehe Bügelfolie

Outrunner
siehe Außenläufer


P

Paddelstange
Paddel sind sogenannte Hilfsrotorblätter bei Modellhubschraubern und verbinden. Diese sorgen für die Steuerfunktionen Roll und Nick. Die Paddelstange verbindet die beiden Paddel.

Parkflyer
Als Park- oder auch Slowflyer bezeichnet man kleine, leichte, ferngesteuerte Flugmodelle, die so langsam fliegen, dass man sie auf kleinem Raum fliegen kann, z.B. im Park, auf einer kleinen Wiese oder einem Fußballplatz. 

Pistolensender
siehe Fernsteuerung

Pitch
Bei Pitch handelt es sich um eine Steuerfunktion bei einem RC-Heli mit dem die Flughöhe reguliert werden kann. „Pitch geben“ bedeutet dass die Flughöhe des Modellhubschraubers erhöht wird. Spricht man dagegen von „Pitch nehmen“ verringert man die Flughöhe des Helikopters.

PNP
PNP steht für "plug and play". Steht die Bezeichnung PNP hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett fahr- oder flugfertiges Modell handelt. Elektronik, Motor, Regler und Servos sind bereits eingebaut. Zum Betrieb wird lediglich eine Fernsteuerung und ein Empfänger, meist auch ein Akku und ein Ladegerät benötigt.

Polyamid
Polyamid (PA) ist einer der klassischen technischen Thermoplaste. Bekannt unter den Markennamen Nylon, Perlon, und vielen anderen -lon. Im Modellbau wird es verwendet in industriell hergestellten Formteilen: Ruderhörner, Propeller, Servoarme, Motorträger, Radfelgen...

Propeller
siehe Luftschraube

Propellerdrehrichtung:
Da bei Flugzeugen die Drehrichtung aus Sicht des Piloten angegeben wird, dreht sich ein rechtsdrehender Propeller bei Draufsicht von vorne auf das Modell gegen den Uhrzeigersinn.

 

Propsaver
Ein Propsaver hat im Prinzip die gleiche Aufgabe wie ein Spinner - wie der Name schon sagt die Luftschraube fest und sicher am Motor zu halten. Die Luftschraube wird einfach mit einem Gummi am Propsaver und dieser am Motor fixiert. 

Pultsender
siehe Fernsteuerung

Pylonracing
Pylonracing ist eine Sparte des Flugmodellsports, bei der Modelle eine vorgegebene Anzahl von Runden um einen durch sogenannte Pylone abgesteckten Dreieckskurs in möglichst kurzer Zeit fliegen müssen.


Q

Quadrocopter
siehe Multicopter

Querruder
Querruder, im Allgemeinen Klappen an den Tragflächen-Hinterkanten, können gleichzeitig oder entgegengesetzt bewegt werden. Sie sorgen bei fast allen Flugmodellen für die Flugsteuerung oder Rollbewegungen um die Längsachse.


R

Raketenmodell
Eine Modellrakete wird mit Hilfe eines Raketenantriebes angetrieben. Als Antrieb kommen, da die Herstellung eigener Treibstoffmischungen gefährlich und meistens auch verboten ist, nur industriell gefertigte Treibsätze, größtenteils aus Schwarzpulver hergestellt, zum Einsatz.

RC
RC ist die Abkürzung für "radio controlled" und bezeichnet im Modellbau ferngesteuerte Fahr- und Flugzeuge.

RC Car
RC Cars sind ferngesteuerte Modellautos in verschiedenen Versionen.

Regler
Der Regler wird auch häufig mit ESC (electronic speed control) abgekürzt. Der Regler stellt die Drehzahl und die Geschwindigkeit eines Elektromotors ein. Der Regler erhält seine Befehle vom Empfänger bzw. vom Sender. 

RFH (Graupner HoTT)
RFH steht für "ready for HoTT". Steht die Bezeichnung RFH hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett flugfertiges Modell inklusive eines HoTT Empfängers handelt. Elektronik, Motor, Regler Servos und der -Empfänger sind bereits eingebaut. Zum Betrieb des Modells wird lediglich eine geeignete HoTT Fernsteuerung benötigt. Diese Bezeichnung wird nur von Graupner verwendet.

Rippenbauweise
Rippenbauweise ist die traditionelle Art des Tragflächenbaus mit viel eingebauter Luft. Man kann Unterscheiden in: offene Rippenbauweise (Skelettbauweise ohne Beplankung der Nase oder mit Beplankung nur auf der Oberseite), offene geodätische Bauweise (unbeplankt mit diagonalen, sich überkreuzenden Rippen), halboffene Rippenbauweise (Nasenbereich beidseitig als Torsionsnase (D-Box) beplankt und geschlossene Rippenbauweise (das Grundgerüst ist vollständig beplankt).

Roll
Roll bezeichnet die Steuerbewegung eines Hubschraubers um die Längsachse. Roll links bedeutet, dass der Heli nach links kippt, Roll rechts bedeutet, dass er nach rechts kippt.

RR (Multiplex)
Die Bezeichnung RR wird nur von der Firma Multiplex verwendet. Steht die Bezeichnung RR hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett flugfertiges Modell handelt. Elektronik, Motor, Regler und Servos sind bereits eingebaut. Zum Betrieb des Modells wird lediglich ein Sender und ein Empfänger und meist noch ein Akku und ein Ladegerät benötigt.

RR+ (Multiplex)
Die Bezeichnung RR+ wird nur von der Firma Multiplex verwendet. Steht die Bezeichnung RR+ hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett flugfertiges Modell inklusive M-Link Empfänger handelt. Elektronik, Motor, Regler, Servos und der M-Link Empfänger sind bereits eingebaut. Zum Betrieb des Modells wird lediglich noch ein M-Link kompatibler Sender und meist noch ein Akku und ein Ladegerät benötigt.

RTF
RTF steht für "ready to fly". Steht die Bezeichnung RTF hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett flugfertiges Modell inklusive einer Fernsteuerung handelt. Elektronik, Motor, Regler Servos und Empfänger sind bereits eingebaut. Meist sind auch Akku und Ladegerät im Lieferumfang enthalten.

RTR
RTR steht für "ready to run". Steht die Bezeichnung RTR hinter einem Modell bedeutet das, dass es sich um ein komplett fahrfertiges Modell inklusive einer Fernsteuerung handelt. Elektronik, Motor, Regler Servos und Empfänger sind bereits eingebaut. Meist sind auch Akku und Ladegerät im Lieferumfang enthalten.

Rumpf (Flugzeug)
Der Flugzeugrumpf ist die Hauptbaugruppe, die alle anderen Bauteile wie Tragflächen, Leitwerk, Bugfahrwerk und meistens auch das Hauptfahrwerk verbindet. Der Rumpf beinhaltet auch das Cockpit bzw. die Kabinenhaube.

Rumpf (Schiff)
Als Schiffsrumpf bezeichnet man den Teil eines Bootes oder Schiffs, der ihm die Schwimmfähigkeit verleiht.

RWD
RWD bedeutet "Rear Wheel Drive" und bezeichnet den Heckantrieb eines RC-Fahrzeuges. RC-Cars mit Heckantrieb eignen sich besonders gut zum driften.


S

Scale-Modell
Ein sogenannter RC Scaler ist eine möglichst originallgetreue Modellnachbildung eines "realen" Fahr- oder Flugzeuges.

Schaumwaffel
siehe Foamies

Schleppkupplung
Mit einer Schleppkupplung wird ein Segelflugmodell durch ein motorisiertes Flugmodell nach oben in die Luft gezogen und dann ausgeklinkt.

Schubvektorsteuerung
Eine Schubvektorsteuerung ermöglicht Lenkbewegungen durch gezieltes Richten des Abgasstrahl eines Antriebs. Sie wird meist bei Kunstflugmodellen eingesetzt um die Manövrierfähigkeit zu erhöhen.

Schüler/Lehrer Funktion
siehe Lehrer/Schüler Funktion

Schwarzpappel
Die Schwarzpappel wird nur von wenigen Modellflugzeugherstellern zur Beplankung der Tragflächen verwendet. Das Holz der Schwarzpappel ist sehr weich und gehört zu den leichtesten mitteleuropäischen Laubholzarten. Bezogen auf die Masse des Holzes kann die Festigkeit aber mit anderen Holzarten mithalten. Das Holz gilt als splitterfest und verglichen zu anderen Laubhölzern als leicht spaltbar und kann gut mit scharfen Werkzeugen bearbeitet werden.

Schwerpunkt
Der Schwerpunkt (SP, engl. Center of Gravity, CG oder C.G.) ist der Punkt am Modell, in dem alle Massenkräfte im Gleichgewicht sind.

Schwimmer
Der Schwimmer ist an der Unterseite eines Modellflugzeugrumpfes angebracht und dient dazu, das Modell auf Wasserflächen zu starten und zu landen. Der Schwimmer hat zwei Hauptaufgaben: Zum einen soll er das Flugzeug im Stillstand über Wasser halten und dabei ausreichend Stabilität gegen Kentern bieten und zum anderen soll er den Startvorgang so begünstigen, daß das Flugzeug den beachtlichen Wasserwiderstand überwinden kann. 

Semi Scale
Vorbildgetreue Modelle ist das Stichwort für die Semi Scale Modelle und erklärt den Begriff Semi-Scale schon recht gut. Die Modelle sind nicht ganz genau gleich wie die Originale, sondern einfach denen nachempfunden. Das hat auch nichts mit der Größe des Flugmodelles zu tun. Meist wenn von Scale gesprochen wird, ist Semi Scale gemeint. 

Seitenleitwerk
Seitenleitwerk nennt man den vertikalen Hilfsflügel, der als Windfahne hinter dem Hauptflügel angebracht für Seitenstabilität sorgt.

Seitenruder
Das Seitenruder, welches sich am Leitwerk eines Flugzeugs befindet, dient zum Drehen um die Hochachse, auch Gieren oder Wenden genannt.

Sekundenkleber
Sekundenkleber ist schnell härtender Cyanoacrylat Klebstoff. Erhältlich in verschiedenen Viskositäten (dünnflüssig für gutes Eindringen z.B. in Balsa, dickflüssig, um mit dem Kleber auch mal einen Spalt überbrücken zu können) und Reaktionsgeschwindigkeiten. 

Sender
siehe Fernsteuerung

Servo
Ein Servo bezeichnet einen Verbund aus Ansteuerungs- und Antriebseinheit. Es sorgt für die Bewegungen im und am Modell. Das Servo verwandelt die Befehle, die vom Sender zum Empfänger übertragen werden, in die entsprechenden Bewegungen (z.B. Lenkung, Rudersteuerung, Fahrwerk ausfahren,…). Die Elektronik von Modellbauservos kann digital oder analog aufgebaut sein. Digitalservos haben eine höhere Winkelauflösung und die Servoposition wird schneller und präziser geregelt. Digitalservos lassen sich häufig auch umprogrammieren, wodurch sich (je nach Servomodell) die Geschwindigkeit, der Überlastschutz und ähnliches an die Anwendung anpassen lassen. Allerdings ist der Bedarf an Hilfsenergie und auch der Preis von Digitalservos höher als der von Analogservos. 

Slowflyer
siehe Parkflyer

SP
siehe Schwerpunkt

Sperrholz
Sperrholz ist ein Verbundwerkstoff, der aus verschiedenen miteinander verleimten Lagen von dünnen Holzfurnieren besteht. Die Faserrichtungen der einzelnen Lagen sind dabei um 90° gegeneinander verdreht, um eine hohe Festigkeit zu erreichen. Im Modellbau wird Sperrholz dort eingesetzt, wo es weniger auf Gewicht als auf Festigkeit ankommt.

Spinner
Ein Spinner ist die strömungsgünstige Verkleidung der Propellernabe. 

Sprachausgabe
Bei einem Sender mit Sprachausgabe wird der Pilot mittels akustischer Sprachausgabe über verschieden Ereignisse informiert. Z.B. über niedrige Spannung des Akkus oder Telemetriedaten wie Höhe oder Geschwindigkeit. Die Sprachausgabe wird meist über Kopfhörer ausgegeben um die anderen Piloten drumherum nicht zu stören.

Störklappen
Störklappen (oder Bremsklappen) sind aerodynamische Widerstände, die zum Steuern der Sinkgeschwindigkeit dienen, indem sie das Auftriebs- zu Widerstandsverhältnis der Tragfläche stören. Landeklappen erhöhen den Auftrieb und damit auch den Widerrstand. Störklappen verringen den Auftrieb und erhöhen den Widerstand.


T

Taumelscheibe
Die Taumelscheibe ist ein mechanisches Bauteil am RC-Helikopter, welches die Blattverstellung der Hauptrotorblätter vornimmt.

Telemetrie
Telemetrie ist die Übertragung von Messwerten eines am Modell befindlichen Sensors zum Sender. Hier können die Messwerte, z.B. Geschwindigkeit, Höhe, Drehzahl, Spannung, Temperatur, usw., mit entsprechender Technik ausgegeben, aufgezeichnet oder ausgewertet werden.

Thermiksegler
Thermiksegler sind Segelflugmodelle, die darauf ausgelegt sind, auch geringe Aufwinde zu nutzen, um Höhe zu gewinnen. 

Throttle
Throttle ist der englische Begriff für Gas.

Torquen
Bei der Flugfigur "Torquen" wird das Modell mit der Nase senkrecht nach oben an seinen Propeller gehängt. Voraussetzung dafür ist genügend Motorleistung, wie sie aber bei reinen Kunstflugmodellen üblich ist.

Tragfläche
Die Tragfläche (auch als Flügel oder Tragwerk bezeichnet), ist das Bauteil eines Flugzeugs, dessen Hauptaufgabe in der Erzeugung von Auftrieb besteht, also darin, das Flugzeug zu tragen.

Trainingslandegestell
Ein Trainingslandegestell, auch Trainergestell genannt, ist ein Hilfsmittel um das Fliegen eines ferngesteuerten Modellhubschraubers zu erlernen. Es dient dazu, bei kleinen Steuerfehlern des Piloten, das in Bodennähe befindliche Modell vor einem Absturz zu bewahren.

Trileron
siehe Gigaflap


U

UMX
UMX steht für Ultra-Micro und bezeichnet besonders kleine Flugmodelle 


V

Variometer
Ein Variometer (kurz Vario) misst das vertikale Steigen oder Sinken eines Flugmodells.

Verbrennungsmotor
Ein Verbrennungsmotor ist eine Wärmekraftmaschine, die durch inner Verbrennung von Treibstoff mechanische Arbeit verrichtet. 

Vereine
siehe Modellbauverein

V-Leitwerk
Bei einem V-Leitwerk werden die üblichen Höhen- und Seitenleitwerksflächen durch zwei V-förmig angeordnete Steuerflächen ersetzt. Die bei konventionellen Leitwerken getrennten Funktionen Höhenruder und Seitenruder werden gemischt und durch die beiden V-förmig angeordneten Flächen gemeinsam übernommen.

Voll-GFK
siehe GFK

V-Stabi
V-Stabi steht für virtuelle Stabilisation und findet Anwendung bei RC-Helikoptern. Herkömmliche Modellhubschrauber haben zur Stabilisierung eine Paddelstange mit Paddel, welche den Heli mechanisch stabilisieren. Bei der V-Stabi-Technik handelt es sich dagegen um ein elektronisches Stabilisierungsystem.


W

Warbird
Als Warbird bezeichnet man Flugzeuge, welche im Kriegseinsatz aktiv geflogen sind. Meistens sind damit Flugzeuge des ersten oder zweiten Weltkriegs gemeint. Die Flugzeuge haben meist eine besondere Ausstrahlung (ähnlich Oldtimern bei den Autos). Dazu kommen Eigenschaften wie großvolumige Motoren, welche heute so nicht mehr verbaut werden. 

Winglet
Winglets (Englisch für "Flügelchen") nennt man am Randbogen des Flügels angesetzte Hilfsflächen, die mehr oder weniger senkrecht zur Flügelebene stehen. Winglets werden angebaut zur Reduktion des induzierten Widerstands, als Seitenleitwerke, zum Erhöhen der Schiebe-Roll-Kopplung und/oder aus optischen Gründen.

Wölbklappen
Als Wölbklappe bezeichnet man Steuerflächen (Ruder) an den Tragflächen, die zur Beeinflussung der Flugeigenschaften aus dem Profilstrak gestellt werden.

Z-Foam
Z-Foam bzw. Z-Schaum ist ein Markenname des Modell-Herstellers Parkzone. Z-Foam ist dem Material Elapor® von Multiplex sehr ähnlich.


Z

Zweite Wahl Modell
Ein 2.Wahl Modell ist ein Modell, welches durch Transportschäden oder Kundenreklamationen leichte bis mittelgroße Schäden oder Gebrauchsspuren aufweist. 2.Wahl Modelle werden meist zu einem entsprechend verringerten Preis angeboten.